2025-04-04 | ![]() ![]() |
Terror und Privates, Machtkampf und Eifersucht: Wer gehörte zum engsten Umfeld von Adolf Hitler? Was trieb die Komplizen des Jahrhundertverbrechers an und wie war ihr Verhältnis untereinander?
Die sechsteilige Dokureihe "Der Nazi-Clan – Hitlers Hofstaat" am Freitag, 11. April 2025, ab 20.15 Uhr in ZDFinfo, erzählt auf Grundlage aktueller Forschungen und mit koloriertem Archivmaterial die Biografien wichtiger Figuren aus Hitlers Machtzirkel.
Die Filme über Joseph Goebbels, Hermann Göring, Rudolf Hess, Albert Speer, Martin Bormann und Eva Braun sind schon jetzt in Web und App des ZDF verfügbar.
Die Reihe startet mit dem Film über Hitlers Propagandaminister "Goebbels" (20.15 Uhr; Autor: Alexander Hogh). Er predigte Judenhass und Durchhalteparolen. 1943 forderte Joseph Goebbels den "totalen Krieg". Der mitleidlose Demagoge ist Hitler bedingungslos ergeben und folgte ihm zusammen mit seiner Frau und den sechs Kindern bis in den Tod.
"Göring" (21.00 Uhr; Autorin: Gabriele Rose) war einer der Top-Nazis, der maßgeblich zu Hitlers Aufstieg beitrug, die Gestapo gründete und eine ganze Reihe von Funktionen im NS-Staat einnahm. Er bereicherte sich schamlos an jüdischem Eigentum. Von seiner Drogenabhängigkeit, wussten nur wenige. Bis zu seiner Hinrichtung zeigte Hermann Göring keine Spur von Reue oder Einsicht.
Rudolf Hess war Hitlers Stellvertreter in der NSDAP und wurde vom NS-Regime und der Nachwelt für verrückt erklärt, als er 1941 ohne Hitlers Wissen nach Schottland flog, um mit Großbritannien Friedensgespräche zu führen. Die Folge über "Hess" (21.45 Uhr; Autor: Elias von Salomon) zeichnet auf der Grundlage neuerer Forschungen ein verblüffend anderes Bild.
Der Film über Hitlers Architekt und Rüstungsminister "Speer" (22.30 Uhr; Autoren: Andreas Köller und Felix von Rautenberg) zeigt, neben dessen Rolle in "Hitlers Hofstaat", wie es Albert Speer mit einem Geflecht aus Lügen gelang, ein Todesurteil im Kriegsverbrecherprozess von Nürnberg zu vermeiden.
Im Fokus der letzten beiden Folgen stehen "Bormann" (23.15 Uhr; Autoren: Felix von Rautenberg und Andreas Köller) und "Eva Braun" (24.00 Uhr; Autorin: Dagmar Gallenmueller).
Martin Bormann erhielt 1943 den Titel "Sekretär des Führers". Er kontrollierte den Zugang zum Diktator, die Finanzen der Partei, baute den Obersalzberg zur zweiten Machtzentrale aus und forderte die Bekämpfung der Kirchen.
Eva Braun war Hitlers heimliche Geliebte. Lange galt sie in der Nachkriegszeit als Prototyp der im Grunde unschuldigen Frau an der Seite männlicher NS-Täter. Neuere Forschungen dagegen entlarven Eva Braun als Antisemitin und Mitwisserin.
Bild : ZDF und imago (7)/ [M] Tobias Lenz, ZDF und imago773070932(Speer), [M] Tobias Lenz, ZDF und imago54369470(Goering), [M] Tobias Lenz.